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Kurzbeschreibung
Die in der Suchthilfe tätige gemeinnützige Intres GmbH hat am 5.6.2013 die „Kulturküche“ in Mönchengladbach eröffnet. Das Ziel ist die Zusammenführung sozialer Arbeit, Kultur und junger Kreativwirtschaft in einem quartiersbezogenen Projekt. Im Nutzen einer gewinnbringenden Kooperation sollen gesellschaftliches Miteinander gefördert und Entfaltungsmöglichkeiten für alle Beteiligten entstehen.
Das Café als Ort der Begegnung und des Austausch stellt die räumliche Grundlage. Es gibt eine Bühne für Konzerte, Lesungen und unterschiedlichste Veranstaltungen. Die beiden oberen Etagen werden an Kreative untervermietet. Die kulturellen und kreativen Angebote sind barrierefrei für Menschen mit und ohne Behinderung nutzbar. Darüber hinaus koordiniert die Kulturküche gemeinsam mit der im Stadtteil ansässigen „Initiative Altstadt“ gemeinsame Ideen für kreative Aktivitäten im gesamten Stadtviertel.

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Das Café
KlientInnen der Intres, die Stabilität erlangt haben, benötigen und suchen eine Perspektive. Die Erfahrungen zeigen, dass der Schritt auf den ersten Arbeitsmarkt für die meisten ein zu großer ist. Die Klienten haben zum Teil ein großes kreatives Potential, Erfahrungen in hauswirtschaftlicher Betätigung, Kochen und Catering. Das von einer Kulturpädagogin und einer Ökotrophologin betreute Projekt bietet für 10 bis 12 Klienten eine Betätigung im Café (Service und Küche). Das Café ist montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Hinzu kommen Abendveranstaltungen. Angeboten werden Gerichte zu moderaten Preisen, alle Getränke sind alkoholfrei.

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Die Bühne
Die Bühne der Kulturküche wird einmal im Monat von jungen Musikern aus der lokalen und überregionalen Musikszene bespielt. Ob Indie, Rock, Pop, Jazz oder Weltmusik, die Küchenkonzert-Reihe ist offen für die unterschiedlichsten Genres. Der Kitchentalk mit Stadionsprecher Knippi findet ebenfalls monatlich statt, dazu gibt es Lesungen, Filmvorführungen, das Küchentheater, Open Stages und im Sommer das Eat&Chill auf dem Grünewaldplatz. Als soziokulturelles Projekt versteht sich die Kulturküche als Ort der Innovation, des Ausprobierens und als Plattform für Begegnung von Unterschiedlichem. Das Team der Kulturküche ist offen für Ideen, die an sie herangetragen werden und hilft bei der Realisierung von Kooperationsveranstaltungen.

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Die Büros
In den beiden Obergeschossen befinden sich Büroräume, die von freien Kultur- und Kreativschaffenden angemietet werden können. Die Mieter dieser Form des Co-Workings können die Synergien der Kulturküche nutzen und vor Ort Workshops oder Konzepte fürs Kulturprogramm realisieren.

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Die Entstehung
Im Rahmen des „altstadtlabors“ wurden ab 2010 Ideen und Konzepte entwickelt, die Mönchengladbacher Altstadt wiederzubeleben und attraktiver zu machen. Mit am Tisch saßen Vertreter der Stadtverwaltung, Anwohner, Eigentümer, Polizei, Wirte, Politik und Kreative, die sich zum Ziel gesetzt haben, diesem Bereich der Stadt ihren Charme zurückzugeben. Ein Element davon war die Gestaltung des öffentlichen Raums u.a. der Grünewaldplatz an der Waldhausener Straße / Aachener Straße. Neben der Umgestaltung des Platzes wurde eine Aktivierung des ehemaligen „Hauses Lütterforst“ vorgenommen, wodurch eine spürbare Steigerung der Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes erreicht werden konnte. Das Café der Kulturküche und die Kreativbüros geben der Umgebung eine neue Atmosphäre und Publikum. Das gastronomische, alkoholfreie Angebot macht den Ort wieder erlebbar. In diesen Prozess der Quartiersentwicklung ist die Kulturküche seitdem als zentrale Konstante eingebunden und gibt stetig neue Impulse hinein.

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Kooperationspartner
Im Rahmen eines für drei Jahre bewilligten Inklusionsprojektes durch die Aktion Mensch ist die „Initiative Altstadt“ wichtiger Kooperationspartner. Zweiter Partner ist die städtische Gesellschaft „WFMG“, die auch Vermieterin des Objektes ist. Durch gute Kontakte zur Kultur- und Kreativszene hat das Projekt eine hohe Anziehungskraft für junge Kreative und bietet unterschiedlichste Entfaltungsmöglichkeiten. Dozenten und Studenten der Kulturpädagogik der Hochschule Niederrhein, die Inklusionsbeauftragte und das Städtische Kulturbüro waren von Anfang an bei Planung, Konzeptentwicklung und Durchführung unterstützend tätig.

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Das Netzwerk
Die Kulturküche baut auf ihr soziales, kulturelles und lokales Netzwerk, um Menschen zusammenbringen und das Projektziel zu verfolgen. Durch die Aktivitäten im psychosozialen Netzwerk der Stadt Mönchengladbach bestehen gute Verbindungen zu anderen sozialen Trägern wie dem Rehaverein oder Hephata. Weiterhin sind die guten Kontakte zur Gleichstellungsstelle und Inklusionsbeauftragten der Stadt Mönchengladbach zu nennen. Auch das Gesundheitsamt ist ein wichtiger Unterstützer. Durch die kulturelle Arbeit der Kulturküche besteht von Anfang an eine enge Kooperation mit dem städtischen Kulturbüro. Der Kulturkram e.V., der Waldhaus e.V., und der Eine-Welt-Laden e.V sind wichtige Netzwerkpartner, mit denen eine Reihe Projekte umgesetzt worden sind. Im Viertel ist die Initiative Altstadt wichtiger Kooperationspartner für das Voranbringen der Quartiersentwicklung. Es gibt zudem gute Kontakte zu anliegenden Gastronomen, Gewerbetreibenden, der AIDS-Hilfe, der Schwangeren-und Familienkonfliktberatung Donum Vitae, zu Clubbetreibern, Künstlern und Schützen.