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Mehr Selbstbewusstsein für Mönchengladbach! Her mit dem Image!

Die Frauenquote als Thema kam erst ganz zum Schluss auf den Tisch, denn dass dieses Mal zwei Frauen die Talktheke besetzten, füllten Denisa Richters und Lena Zingsheim auf lässige Art und Weise mit Selbstverständnis. Sie haben was zu sagen, und das tun sie natürlich nicht nur bei Knippi im Kitchentalk, sondern im täglichen Leben. Richters leitet seit rund einem Jahr die Mönchengladbacher Redaktion der Rheinischen Post und berichtet aus und rund um die Stadt und ihre Lokalpolitik. Lena Zingsheim ist angehende Lehrerin für Sonderpädagogik und engagiert sich seit der Schulzeit für ihre politischen Überzeugungen in der Partei Die Grünen. Sie war jüngste Landtagswahlkandidatin und sitzt im Bezirksvorstand Süd.
Dass Lokalpolitik in dieser Stadt auch schon mal ein wenig langweilig ist, können beide so bestätigen. „Ich mag es lieber, wenn auch mal ordentlich Meinungen vertreten werden und eine Streitkultur gepflegt wird – das macht Demokratie auch aus“, gibt Richters zu bedenken. In ihrer Düsseldorfer Zeit bei der RP sei in Ratssitzungen oft deutlich bissiger debattiert worden. Zingsheim ist es wichtig, für „ihre“ Themen wie Umweltschutz, inklusive Schulpolitik und mehr Begegnungsorte auch hartnäckig einzutreten: „Da würde ich mich auch nicht von abbringen lassen oder in einer Debatte nachgiebig sein.“
Die Liebenswürdigkeit ihrer (Wahl-)Heimat ist beiden Frauen ebenfalls ein großes Anliegen. Richters ist im vergangenen Jahr nach Gladbach gezogen, Zingsheim seit ihrer Geburt „Mönchengladbacherin durch und durch.“ Beide kennen das: man erzählt, wo man lebt und erntet mitleidige Blicke. „Viele haben mich damals gefragt: warum machst du das? Aber ich kann nur sagen: die Stadt und ihre Menschen sind total toll und es gibt hier so viel Spannendes zu entdecken. Ich mag das Durchmischte, Entspannte, das sich selbst nicht so ernst nehmen“, erzählt Richters. „Und ich hatte Glück, in der Karnevalszeit anzufangen – da hat man gleich sehr viele Menschen kennen gelernt!“. Bei ihrem Umzug nach Mönchengladbach habe sie 5 Kisten mit Kostümen gehabt – die 5. Jahreszeit feiere sie sehr gerne. Zingsheim bemerkt bei vielen Jüngeren ein Umdenken im Blick auf die Heimat: „Hier passiert viel mehr als früher, man freut sich über die Vielfalt und sagt dann auch nicht mehr `ich komme aus der Nähe von Köln oder Düsseldorf´, sondern eben aus Mönchengladbach.“
Die Kulturszene mit ihren Angeboten und Veranstaltungen, der Rheydter Marktplatz, die Parks und kleinen Geschäfte – schnell fallen schätzenswerte Orte und Besonderheiten. Das eigentliche Manko: „Das Selbstbewusstsein! Die Menschen sollten viel selbstbewusster mit ihrer Stadt umgehen!“, so bringt es Richters auf den Punkt. Zingsheim ergänzt: „ Das stimmt – es ist eher ein Imageproblem, das wir haben. Denn Mönchengladbach hat viel Schönes!“
Und wie sehen es die beiden mit der Frauenquote? „Solange die Entscheider größtenteils Männer sind, würde es helfen, das Feld zu durchmischen“, sagt Denisa Richters. Doch gegen den Alphamännchen-Überschuss hilft laut Lena Zingsheim auch: „Seine Stimme erheben für die eigenen politischen Interessen – gerade als junge Frau.“

In Kürze könnt ihr euch den Talk auf dem YouTube-Kanal der Kulturküche anschauen.

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Kitchentalk TV

Fotos: hvd-design