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Bienenstich im Dugout und die erste große (Handschuh-)Liebe

Die beiden Trainer der Gladbacher Baseballmannschaft „Blackcaps“ gaben einen amüsanten Einblick in die Welt des American Sports und räumten gleich mit ein paar Klischees auf: Klar, die Regeln beim Baseball seien komplex und der Sport wirke manchmal ziemlich langatmig, aber es gibt auch ´ne Menge Spaß beim Spielen und einige witzige Kuriositäten. So darf im Dugout, der Zone am Rand, auf der die Reservisten sitzen, während der Partie munter gefuttert werden. „Manche kauen den typischen Kautabak, andere knabbern Körner, der ein oder andere isst auch mal ein Stück Bienenstich – alles erlaubt!“, lacht Erdin. Seine Leibspeise Döner gabs dort allerdings noch nicht, dafür war „1-2-3 Döner!“ mal zeitweise der ironische Schlachtruf der Truppe. Man merkt: Sebastian und Erdin sind motiviert und ehrgeizig mit ihrem Team, aber es gibt auch jede Menge zu lachen. Tatsächlich stehen die Blackcaps vor ihrer 2. Aufstiegssaison, wieder auf Platz 1 kurz vor Ende der Spielzeit. Dieses Mal wollen sie aber wirklich hochgehen. Wie? Beim letzten Mal etwa nicht? Richtig! „Wir waren erst eine Saison im regulären Ligabetrieb und obwohl wir erster waren und hätten aufsteigen können, wollten wir lieber noch mehr Erfahrung sammeln und das Team weiter formen“, erzählt Sebastian. Rein rechnerisch kann den Jungs eigentlich keiner mehr den Aufstieg nehmen, daher heißt es im nächsten Jahr Bezirksliga 1.

Ob man einen Baseballschläger denn eigentlich im Auto mitführen dürfe, will Knippi wissen? „Ja mittlerweile darf man das wieder – aber jetzt keine Nägel reinschrauben oder so!“, geht Erdin lachend auf die Waffenanspielung ein. In der Bezirksliga ist es auch noch egal, ob der Schläger aus Holz oder Alu ist. Und sogar, welches Geschlecht die Spieler haben! Sebastian erzählt, dass bei den Blackcaps auch Frauen mit im Team spielen können und tatsächlich aus der 2. Mannschaft auch weibliche Spielerinnen aufrücken. An diesem Abend wird also klar: Baseball ist Teamsport durch und durch. Physis ist nicht entscheidend, für jeden Spielertyp gibt es eine Aufgabe, ob Pitcher, Outfielder oder Catcher. Jede Position hat ihre eigenen Stärken. Und zum Abschluss dieser informativen und lustigen Runde kommt dann noch Karen, die First-Base-Frau der Blackcaps, auf die Bühne und wirbt für den bisher noch unterrepräsentativen Sport. „Baseball macht super viel Spaß und es macht noch nicht jeder. Ein richtig cooles Hobby!“ Wer Interesse an Spielen der Blackcaps hat oder selber mal beim Training mitmachen will, ist herzlich eingeladen. Ausrüstung stellen die Blackcaps den Interessierten am Anfang, wobei Sebastian betont, dass gerade beim Handschuh die eigene Passform schon etwas Besonderes sei. „Mit meinem ersten Handschuh spiele ich immer noch. Ist halt die erste große Handschuh-Liebe! Die bleibt meist für immer.“

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Fotos: hvd-design

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